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Ratgeber

Shopify in DATEV: Belegfeld 1 und Sammeldebitor

Warum jeder Shopify-Verkauf auf einen Sammeldebitor gebucht wird und wie die Bestellnummer als Belegfeld 1 in den Buchungsstapel kommt.

Kurz gesagt

Die App bucht jeden Verkauf auf ein einziges Debitorenkonto, den Sammeldebitor, als Vorgabe 10000. Ein Konto je Kunde gibt es nicht, denn die App liest keine Namen und keine Adressen.

Welche Bestellung hinter einer Zeile steht, sagt Belegfeld 1. Dort steht die Bestellnummer aus Shopify, ohne das Zeichen #. Aus #1001 wird 1001.

Warum ein Sammeldebitor

Für ein Debitorenkonto je Kunde braucht es Namen und Adressen. Die App liest davon nichts, auch keine E-Mail-Adressen. Deshalb laufen alle Verkäufe eines Shops über ein Konto, und jede Zeile trägt die Bestellnummer.

Die 10000 ist eine Vorgabe. Führt deine Steuerberatung den Sammeldebitor unter einer anderen Nummer, trägst du sie einmal in den Einstellungen ein. Ein Personenkonto hat eine Stelle mehr als ein Sachkonto. Bei vierstelligen Sachkonten sind es also fünf Stellen.

Warum die Bestellnummer in Belegfeld 1 steht

DATEVs Formatbeschreibung nennt Belegfeld 1 die Rechnungs- oder Belegnummer. Sie dient dort als Schlüssel, um offene Rechnungen auszugleichen. Erlaubt sind nur Buchstaben ohne Umlaute (A bis Z), Ziffern, das Sternchen und die Zeichen $ & % + - /, bis zu 36 Zeichen.

Shopify schreibt vor die Bestellnummer ein #, und das darf dort nicht stehen. Die App lässt es weg. Jedes andere Zeichen, das Belegfeld 1 nicht nimmt, etwa einen Punkt, ein Leerzeichen oder einen Umlaut, ersetzt sie durch einen Bindestrich. Im Buchungstext steht die Bestellnummer unverändert.

Quelle: https://developer.datev.de/de/file-format/details/datev-format/format-description/booking-batch (gelesen am 27.09.2026)

Bestellnummer, nicht Rechnungsnummer

Belegfeld 1 trägt die Bestellnummer aus Shopify. Schreibt eine andere App deine Rechnungen mit eigenen Nummern, steht deren Nummer nicht in der Datei. Sag deiner Steuerberatung in dem Fall, dass Belegfeld 1 die Bestellnummer ist. Belegfeld 2 bleibt leer.

Was auf dem Sammeldebitor stehen bleibt

Verkäufe stehen im Soll, Erstattungen im Haben. Zahlungen von Shopify Payments stehen nicht in der Datei. Nach dem Import steht auf dem Sammeldebitor also die Summe des Monats, bis deine Steuerberatung den Zahlungseingang bucht. Die Seite des Monats zeigt diesen Betrag als Saldo des Sammeldebitors.

In der App

So prüfst du Konto und Nummern, bevor du die Datei weitergibst:

01

Öffne die Einstellungen. Unter Konten steht der Sammeldebitor. Lass das Feld leer für die Vorgabe, oder trag die Nummer deiner Steuerberatung ein.

02

Öffne in der Monatsliste einen Monat, der vorbei ist.

03

Unter Buchungssätze steht jede Zeile mit Datum, Konto, Gegenkonto, Betrag und Text. Der Text nennt die Bestellnummer.

Was die App nicht tut

Ein Konto für alle, eine Nummer je Zeile. Deshalb:

Sie legt keine Debitorenkonten je Kunde an.

Sie führt keine offenen Posten und gleicht keine Zahlung aus.

Sie schreibt keine Rechnungsnummer einer anderen App in Belegfeld 1.

Sie ändert keine Bestellnummer in Shopify.

Weiter

Was deine Steuerberatung zum Import wissen muss, steht auf der Seite für Steuerberater. Ein Beispiel der Zeilen zeigt die Startseite, und die Fragen vor dem ersten Export beantwortet die Hilfeseite.